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<font color="#235e80"></font><h1><b><font color="#235e80">Überstunden</font></b></h1>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Überstundenarbeit im Sinne des <a href="http://www.case.at/wiki/ArbeitszeitUndArbeitsruhegesetz" title="Mehr zum Thema Arbeitszeitgesetz">Arbeitszeitgesetzes</a> liegt vor, wenn das gesetzlich festgelegte Ausmaß</font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>der täglichen <a href="http://www.case.at/wiki/Normalarbeitszeit" title="Mehr zum Thema Normalarbeitszeit">Normalarbeitszeit</a>,</li><li>der wöchentlichen Normalarbeitszeit zuzüglich einer möglichen Mehrarbeit oder</li><li>der durch Arbeitsbereitschaft verlängerten Normalarbeitszeit</li></font></ul>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2">überschritten wird.<br><br></font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2">In der täglichen Normalarbeitszeit von 8 Stunden und der
wöchentlichen Normalarbeitszeit von 40 Stunden leistet der Arbeitnehmer
somit keine Überstunden. Wird die tägliche oder die wöchentliche
Normalarbeitszeit überschritten, fallen Überstunden an.<br>
</font></p><font style="font-size: 11pt;" size="2"></font>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf">
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Kollektivverträge können den Begriff der Überstunde abweichend vom Arbeitszeitgesetz für die Arbeitnehmer günstiger definieren. Es ist daher unbedingt notwendig, neben dem Arbeitszeitgesetz auch den jeweils anzuwendenden Kollektivvertrag für die Überstundenverrechnung heranzuziehen.</font></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
</p><p style="background-color: rgb(204, 204, 255);"><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Tipp!</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Bei der Anwendung verschiedener Modelle flexibler Arbeitszeit ist eine Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit über acht Stunden und der wöchentliche Normalarbeitszeit über 40 Stunden hinaus möglich (z.B. Viertagewoche, Gleitzeit, Einarbeiten in Verbindung mit Feiertagen, durchrechenbare Arbeitszeit).</font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Voraussetzung dafür ist regelmäßig, dass die durch die Ausdehnung der Normalarbeitszeit anfallenden Gutstunden innerhalb bestimmter Fristen wieder ausgeglichen werden. Auf diese Weise reduziert sich die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Abgeltung von Überstunden.<br><br></font></p><h2><b><span class="Schrift5blau"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau"><span class="Schrift5blau">Verpflichtung zur Überstundenleistung</span></span></font></span></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Als Rechtsgrundlage für die Verpflichtung des Arbeitnehmers zum Leisten von Überstunden kommt neben seiner Treuepflicht in Notfällen</font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>der <a href="http://www.case.at/wiki/MehrZumArbeitsvertrag" title="Mehr zum Arbeitsvertrag">Arbeitsvertrag</a>,</li><li>die <a href="http://www.case.at/wiki/MehrZurBetriebsvereinbarung" title="Mehr zur Betriebsvereinbarung">Betriebsvereinbarung</a> sowie</li><li>der <a href="http://www.case.at/wiki/MehrZumKollektivvertrag" title="Mehr zum Kollektivvertrag">Kollektivvertrag</a></li></font></ul>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2">in Frage.<br><br></font></p><h2><b><span class="Schrift5blau"><span class="Schrift5blau">Betrieblicher Notstand</span></span></b></h2>
<p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Eine Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Überstundenarbeit besteht nach der Rechtsprechung nur im Falle eines betrieblichen Notstandes, nicht aber bei Vorliegen verschiedener betrieblicher Notwendigkeiten.<br><br></font></p>
<table style="width: 100%; height: 130px;" border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Beispiel:</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Ein Teil des Betriebes wird durch ein Feuer zerstört. Der Arbeitnehmer wird zu unaufschiebbaren Sicherungsarbeiten benötigt. Der Arbeitnehmer ist über Anordnung des Arbeitgebers zur Leistung von Überstunden verpflichtet.</font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Für einen neuen Auftrag wird ein höherer Personaleinsatz benötigt. Der Arbeitnehmer ist über Anordnung des Arbeitgebers nicht zur Leistung von Überstunden verpflichtet.</font></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table><p><b><span class="Schrift5blau"><span class="Schrift5blau"><br></span></span></b></p><h2><b><span class="Schrift5blau"><span class="Schrift5blau">Vertragliche Verpflichtung zur Leistung von Überstunden</span></span></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Nach Lehre und Rechtsprechung ist aus den gesetzlichen Bestimmungen des </font><font style="font-size: 11pt;" size="2"><a href="../../wiki/ArbeitszeitUndArbeitsruhegesetz" title="Mehr zum Thema Arbeitszeitgesetz">Arbeitszeitgesetzes</a></font><font style="font-size: 11pt;" size="2">, mit Ausnahme der Fälle des betrieblichen Notstandes, keine Pflicht des Arbeitnehmers zur Leistung von Überstunden abzuleiten.</font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Die Verpflichtung des Arbeitnehmers zum Leisten von Überstunden kann sich somit in der Regel nur aus vertraglichen Pflichten ergeben, die entweder im Dienstvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Kollektivvertrag selbst enthalten sind.</font><br>
</p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf">
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Die Anordnung einer konkreten Überstunde ist nicht nur von einer vertraglichen Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Überstundenleistung abhängig, damit diese rechtens ist.</font></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Es ist außerdem darauf zu achten, dass die Überstundenleistung</font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>rechtzeitig angeordnet ist,</li><li>nicht rechtswidrig ist (z.B. nicht gegen bestimmte Höchstgrenzen der Arbeitszeit oder gegen Beschäftigungsverbote bei Schwangeren verstößt),</li><li>die konkrete Leistung der Überstunde dem Arbeitnehmer zumutbar ist (und nicht z.B. wegen familiärer Betreuungspflichten vom Arbeitnehmer abgelehnt werden könnte).<br><br></li></font></ul>
<p style="background-color: rgb(204, 204, 255);"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>
Tipp!</b><br>Für den Arbeitgeber empfiehlt sich daher, den Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag zur Leistung von Überstunden zu verpflichten. Bei Bedarf kann er damit – unter Beachtung der obigen Rahmenbedingungen - Überstunden unter Hinweis auf die vertragliche Vereinbarung anordnen.<br></font></p><p>
<b><span class="Schrift5blau"><br></span></b></p><h2><b><span class="Schrift5blau">Abgeltung - Überstundenzuschlag und Zeitausgleich</span></b></h2><p><b><span class="Schrift5blau"></span></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Die Vergütung von Überstunden wird in §10 AZG geregelt. Für Überstunden gebührt ein <b>Grundlohn plus ein Zuschlag von 50%</b>. Kollektivverträge können Regelungen über höhere Überstundenzuschläge enthalten.<br>
</font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Es kann auch eine Abgeltung durch Zeitausgleich erfolgen. Dabei ist der
Überstundenzuschlag bei der Bemessung des Zeitausgleichs zu
berücksichtigen oder gesondert auszuzahlen.<br><br>Bei Bemessung des Zeitausgleichs ist der konkrete Überstundenzuschlag zu berücksichtigen. 1 Überstunde entspricht 1,5 Zeitausgleichsstunden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit einer Mischvariante (z.B. 1 Überstunde entspricht 1 Zeitausgleichsstunde zuzüglich einer finanziellen Abgeltung von 0,5 Stunden).</p><p>Mehr zum Thema <a href="http://www.case.at/wiki/Zuschlaege#__toc__9">Überstundenzuschläge</a>...</p><p><br></p></font><h2><b><b><span class="Schrift5blau">Form der Abgeltung</span></b></b></h2><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Arbeitgeber und Arbeitnehmer können einvernehmlich festlegen, wie Überstunden abzugelten sind (Geld, Zeitausgleich oder Mischvariante von beiden).</font></p><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Besteht keine solche Einzelvereinbarung, kann der Kollektivvertrag die Art der Abgeltung der Überstunden bestimmen. Sagt auch der Kollektivvertrag dazu nichts aus, kann eine diesbezügliche Betriebsvereinbarung die Art der Abgeltung der Überstunde bestimmen. Regelt weder Einzelvertrag noch Kollektivvertrag noch Betriebsvereinbarung die Form der Abgeltung, sind Überstunden in Geld abzugelten.</font></p><br><h2><b><b><span class="Schrift5blau">Finanzielle Abgeltung</span></b></b></h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Bei Stundenlöhnen ist, sofern der Kollektivvertrag keine für den Arbeitnehmer günstigere Berechnung vorschreibt, der Überstundengrundlohn einfach der vereinbarte bzw. tatsächlich bezahlte Stundenlohn einschließlich allfälliger konkret zustehender Zulagen, Zuschläge und Prämien, inklusive – wenn entsprechend qualifizierte Arbeiten anfallen – Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen.<br><br></font><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Fixe Monatslöhne müssen auf den Stundenlohn zurückgerechnet werden. Hierfür ist bei 40-stündiger Normalarbeitszeit der Divisor 173 heranzuziehen. Der Kollektivvertrag kann aber einen für den Mitarbeiter günstigeren Divisor festlegen:</font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>Kollektivverträge für Angestellte im Handel: 158</li><li>Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk, im Gewerbe sowie in der Dienstleistung: 150</li><li>Kollektivvertrag für Angestellte von Unternehmen im Bereich Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik: 143</li></font></ul><font style="font-size: 11pt;" size="2">
</font>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><br></b></font></p><p style="text-align: left; background-color: rgb(204, 204, 204);"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Vorsicht!</b><br>Dieser besondere Divisor gilt häufig nur für die Ermittlung des Überstundengrundlohnes, nicht aber für die Berechnung eines Teilzeitgehaltes oder der bloßen Mehrarbeitsstunden. Hier sehen beispielsweise die Kollektivverträge für den Handel und im Metallgewerbe den Divisor 167 vor. </font><br></p><br><h2><b><b><b><b><span class="Schrift5blau">Welche Überstunden muss der Arbeitgeber abgelten?</span></b></b></b></b></h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Grundsätzlich sind nur solche Überstunden zu vergüten, deren Leistung
ausdrücklich angeordnet wurde. Der Anspruch auf Überstundenvergütung
besteht aber auch dann, wenn der Arbeitgeber Arbeitsleistungen
entgegengenommen hat, die auch bei richtiger Arbeitseinteilung nicht in
der normalen Arbeitszeit erledigt werden hätten können.</font><br><br><h2><b><span class="Schrift5blau">Was ist Überstundengrundlohn?</span></b></h2><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Der Grundlohn für eine Überstunde wird durch Division des Monatslohnes durch den Überstundenteiler ermittelt. Der Überstundenteiler ergibt sich durch Multiplikation der kollektivvertraglichen Wochenarbeitszeit mal 4,33 (Anzahl der Wochen pro Monat), z.B. beträgt der Stundenteiler bei einer 40-Stunden-Woche 173 (40 x 4,33). Wenn der Kollektivvertrag einen für den Dienstnehmer günstigeren Stundenteiler vorsieht, ist dieser anzuwenden.</font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Achtung:</b><br> Der Überstunden-Grundlohn ist jedenfalls steuerpflichtig.</font></p><br><h2><b><span class="Schrift5blau">Was sind Überstundenzuschläge?</span></b></h2><br>
<font style="font-size: 11pt;" size="2">Überstundenzuschläge sind Entgeltbestandteile, die zusätzlich zum Überstundengrundlohn gezahlt werden. Die Höhe richtet sich nach arbeitsrechtlichen Vorschriften. Die Überstundenzuschläge sind bis zu einer gewissen Höchstgrenze steuerfrei. Die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit der Zulagen und Zuschläge liegen allerdings nur dann vor, wenn sie neben dem Stunden-, Grund- oder Akkordlohn gewährt werden. Wenn also Überstunden durch Zeitausgleich abgegolten werden, der Zuschlag jedoch ausbezahlt wird, ist dieser Überstundenzuschlag steuerpflichtig zu behandeln.<br><br></font><p></p><h2><b><span class="Schrift5blau">Begünstigungen für Überstundenzuschläge</span></b></h2><br><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Steuerfrei</font><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2">sind die Zuschläge für 10 Überstunden im Monat im Ausmaß von höchstens 50% des Grundlohns, insgesamt höchstens jedoch € 86,-- monatlich. Der übersteigende Teil ist als laufender Bezug zu versteuern. Fallen in einem Monat weniger als 10 Überstunden an, sind im nächsten Monat dennoch nur 10 Überstunden begünstigt (kein Nachholen).</font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Werden in einem Monat zuerst Zuschläge von weniger als 50% ausgezahlt, und erst später Zuschläge von (mindestens) 50%, so sind die (mindestens) 50%igen Überstunden begünstigt. Sind die Zuschläge generell unter 50%, sind dennoch maximal nur zehn Überstunden begünstigt (Zusammenrechnen ist unzulässig!!). Fallen Zuschläge über 50% für weniger als zehn Überstunden pro Monat an, so sind die Zahlungen dennoch nur im Ausmaß von 50% steuerfrei.</font></p>
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></b></p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#cccccc">
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Beispiel:<br>
</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2">10 Überstunden mit 25% Zuschlag (€ 8,--/Stunde), 15 Überstunden mit 50% Zuschlag<br>
(€ 16,--/Stunde).<br>
Steuerfrei sind 50%-Zuschläge für zehn Überstunden (wären € 160,--), erlaubt sind aber nur <b>€ 86,-- (Höchstbetrag).</b></font><b></b></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></b></p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#cccccc">
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Beispiel:</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>
15 Überstunden mit 25% Zuschlag (€ 8,--/Stunde). <br>
Steuerfrei sind 25%-Zuschläge für zehn Überstunden (also € 80,--).</font></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><br></p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#cccccc">
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Beispiel:<br>
</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"></font><font style="font-size: 11pt;" size="2">8 Überstunden mit 100% Zuschlag (€ 32,--/Stunde). <br>
Steuerfrei sind Zuschläge für 8 Überstunden bis 50% (wären €
128,--); erlaubt sind aber nur € 86,-- (Höchstbetrag).</font></p></td></tr></tbody></table><p></p><p></p><br><h2><b><span class="Schrift5blau">Begünstigungen für Überstundenzuschläge bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit</span></b></h2><br><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Überstundenzuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind, gemeinsam mit Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen insgesamt<b> bis € 360,- </b>monatlich steuerfrei. </font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Für Arbeitnehmer, deren <b>Normalarbeitszeit </b>im Lohnzahlungszeitraum aufgrund der Beschaffenheit ihrer Arbeit überwiegend in der Zeit von <b>19 Uhr bis 7 Uhr </b>liegt, erhöht sich der Freibetrag um 50% auf <b>€ 540,- </b>monatlich.</font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br></font></p><h2><b><span class="Schrift5blau">Was ist Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit?</span></b></h2><br>
<ul><li><font style="font-size: 11pt;" size="2"> <b>Sonntagsarbeit </b><br>Die Entlohnung für Arbeitsleistung an einem Sonntag ist in den einzelnen Kollektivverträgen geregelt. Im Allgemeinen wird sie mit einem Zuschlag von 100% zum Grundstundenlohn abgegolten. <br><br></font></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Feiertagsarbeit
</b>
<br>Der Arbeitnehmer erhält bei Arbeitsleistung an einem Feiertag zusätzlich zum Feiertagsentgelt (das er auf jeden Fall erhält, auch wenn er nicht am Feiertag arbeitet), das Feiertagsarbeitsentgelt und eventuell auf Grund einer lohngestaltenden Vorschrift oder freiwillig einen Feiertagszuschlag. <br><br><b>Das im fortgezahlten Entgelt enthaltene Feiertagsentgelt gilt als Grundlohn und ist lohnsteuerpflichtig.</b></font><b><br>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> Das Feiertags-Arbeitsentgelt und der Feiertags-Zuschlag fallen unter die Befreiungsbestimmungen für SFN-Zuschläge</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br></font><br></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Nachtarbeit<br></b></font><font style="font-size: 11pt;" size="2"> <a href="http://www.case.at/wiki/Nachtarbeit" title="Mehr zum Thema Nachtarbeit">Nachtarbeit</a> ist nach den
meisten Kollektivverträgen die zwischen 20 Uhr und 6 Uhr geleistete
Arbeit. Ob und in welchem Ausmaß für Nachtarbeit ein Zuschlag gebührt,
bestimmt der jeweilige Kollektivvertrag.</font><br></li></ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br><p>Als Nachtarbeit im Sinne des <b>Einkommensteuergesetzes </b>gelten alle zusammenhängenden Arbeitszeiten von mindestens 3 Stunden (Blockzeit), die auf Grund betrieblicher Erfordernisse zwischen 19 Uhr und 7 Uhr erbracht werden müssen.</p>
<p>Betriebliches Erfordernis ist nur dann gegeben, wenn Arbeitszeiten nicht willkürlich in die Nacht verlegt werden (z.B. durch „Zusammenkommenlassen“ von Arbeit). Der zwingende betriebliche Grund muss nachgewiesen werden.</p><p><br>
Die Lohnsteuerrichtlinien zählen Fälle von Unterbrechungen der Tagesarbeitszeit und anschließender Blockzeit im Zusammenhang mit dem
betrieblichen Erfordernis auf:</p><ul><li>
<p>Arbeitsunterbrechungen auf Grund gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Vorschriften sind für sich gesehen kein Hindernis, von einem betrieblichen Erfordernis für das Ableisten von Nachtarbeit auszugehen.</p>
</li><li>
<p>Der Umstand, dass auf Grund der Länge der Arbeitsverrichtung auch bei unmittelbarem Anschluss an die Normalarbeitszeit die Voraussetzungen für die Blockzeit erfüllt wären, spricht nicht für ein betriebliches Erfordernis für die Nachtarbeit.</p>
</li><li>
<p>Unterbrechungen sind der Steuerbefreiung weiters dann nicht
abträglich, wenn sich an die Unterbrechung ein betrieblich
erforderlicher Schichtdienst anschließt.</p>
</li><li>
<p>In allen anderen Fällen einer Unterbrechung der Arbeitszeit (vor
Beginn der Nachtarbeit) sind die Nachtarbeitszuschläge hingegen nicht
steuerfrei, es sei denn, dass sich die Unterbrechung aus zwingenden
betrieblichen Gründen ergibt (z.B. Maschinenausfall).</p></li></ul><br> <table border="0">
<tbody><tr>
<td style="background-color: rgb(204, 204, 204);"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Beispiel:<br>
</b>Normalarbeitszeit endet um 18 Uhr; danach werden
bis 21 Uhr 3 Überstunden geleistet; für die ab 20 Uhr geleisteten
Überstunden sieht der Kollektivvertrag einen 100%igen
Nachtarbeitszuschlag vor.<br><br>
Da die Blockzeit in der Nacht nicht gegeben ist, sind die Zuschläge dieser Überstunden wie folgt zu versteuern: <br><br>
18.00 Uhr bis 20.00 Uhr = 2 Std. zu 50% = bis € 86,-- steuerfrei; <br>
20.00 Uhr bis 21.00 Uhr = 1 Std. zu 100% = 50% lohnsteuerpflichtig, 50% lohnsteuerfrei<br><br>
Blockzeit wäre gegeben, wenn ab 19.00 Uhr 3 Stunden durchgehend, also bis 22.00h gearbeitet worden wäre.</font></td>
</tr>
</tbody></table>
<br><br></font><font style="font-size: 11pt;" size="2">
</font><h2><b><span class="Schrift5blau">Sozialversicherung</span></b></h2><br><font style="font-size: 11pt;" size="2">Sämtliche Überstundengrundlöhne, sowie Überstundenzuschläge sind sozialversicherungspflichtig.<br><br></font><h2><b><span class="Schrift5blau">Lohnnebenkosten</span></b></h2>
<br><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Überstundengrundllohn und sämtliche Überstundenzuschläge sind<br>
</font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>
<p>DB-pflichtig</p>
</li><li>
<p>DZ-pflichtig</p>
</li><li>
<p>KommSt-pflichtig </p>
</li></font></ul>
<p align="right"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Stand: Februar 2011</font></p><h2><b><b><span class="Schrift5blau">Überstundenpauschale</span></b></b></h2><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Anstelle der Abgeltung von konkret geleisteten Überstunden kann im Arbeitsvertrag ein Überstundenpauschale vereinbart werden. Durch das Überstundenpauschale müssen die Überstundengrundlöhne sowie die Zuschläge abgegolten sein. <br><br></font></p>
<p style="text-align: left; background-color: rgb(204, 204, 204);"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Vorsicht!</b><br>Der Arbeitgeber hat eine rechnerische Überprüfung durchzuführen, ob das vereinbarte Pauschale den Anspruch des Arbeitnehmers im Jahresschnitt auf Entlohnung der
tatsächlich geleisteten Überstunden inklusive Zuschläge deckt! Tatsächlich geleistete Überstunden, welche nicht durch das Überstundenpauschale gedeckt sind, müssen zusätzlich abgegolten werden. Übersteigt das Pauschale die tatsächlich geleisteten Überstunden, dürfen jedoch daraus keine Zeitschulden des Arbeitnehmers abgeleitet werden!</font></p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b></b></font><p style="text-align: left;"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Der Dienstgeber kann ein vereinbartes
Überstundenpauschale nicht einseitig streichen, da ein Überstundenpauschale als regelmäßiger Entgeltbestandteil anzusehen ist.<br><br></font></p>
<p style="text-align: left; background-color: rgb(204, 204, 255);"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Tipp! </b><br>Um diese unerwünschte Rechtsfolge zu vermeiden, empfiehlt es sich,</font><font style="font-size: 11pt;" size="2"> ausdrücklich den Vorbehalt eines Widerrufs zu vereinbaren oder das Überstundenpauschale von vornherein nur auf bestimmte Zeit bzw. auf vorübergehende Arbeiten zu beschränken. <br>
</font></p><div align="left"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Stand: Jänner 2011 </font></div><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br></font><h2><b><b><span class="Schrift5blau"><span class="Schrift5blau">Abbau Mehrarbeit, Überstunden, Überstundenpauschale<br></span></span></b></b></h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Bei mangelndem Beschäftigungsbedarf sollten Überstunden und
Mehrarbeit nur in Ausnahmenfällen geleistet werden. Nicht angeordnete
und nicht notwendige Mehrleistungen sollte der Arbeitgeber verbieten,
ansonsten gelten sie als entgegengenommen und sind zu vergüten.<br></font><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Mit
einer vereinbarten Überstundenpauschale wird eine bestimmte oder
unbestimmte Anzahl von Überstunden (oder auch Mehrarbeit) pauschal
vergütet. In schwachen Zeiten steht der Vergütung aber keine (sinnvolle)
Überstundenleistung gegenüber. Wenn es vereinbart ist, kann der
Arbeitgeber die Überstundenpauschale einseitig widerrufen und damit zur
Einzelverrechnung von Überstunden übergehen. Ist die Widerrufbarkeit
nicht vereinbart, bedarf der Übergang zur Einzelverrechnung der
Zustimmung des Arbeitnehmers.</font></font></p>
<table style="width: 100%; height: 107px;" summary="" border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Muster: Vereinbarung einer Pauschale für Überstunden und Mehrarbeit<br><br></font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Ausdrücklich
angeordnete und geleistete Überstunden und Mehrarbeit werden durch eine
Pauschale von monatlich .............. Euro abgegolten. Der Arbeitgeber
behält sich vor, die Pauschale zu widerrufen oder zu mindern bzw. auf
Einzelverrechnung überzugehen.<br><br></font></font></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><u><br>Vor- und Nachteile:</u></b><br><br>+ einfache Kostenreduktion für Arbeitgeber<br>- Entgeltschmälerung für Arbeitnehmer</font></font></p><h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><span class="Schrift5blau">Höchstgrenzen</span></b></font><b></b></h2><p>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Überstundenarbeit ist grundsätzlich nur bei Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfes erlaubt. Dabei sind die gesetzlich festgelegten Höchstgrenzen zu beachten. <br></font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Die Tagesarbeitszeit darf grundsätzlich 10 Stunden und die Wochenarbeitszeit 50 Stunden nicht überschreiten. Das Arbeitszeitgesetz sieht verschiedene Ausnahmen (z.B. für Schichtarbeit) vor. <br></font></p><p style="background-color: rgb(204, 204, 204);"></p><table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b>Vorsicht! </b><br>Für Lenker gelten spezielle und zumeist sehr komplexe Regelungen.</font></td></tr></tbody></table> <br><h2><font><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><span class="Schrift5blau">Zusätzliche Höchstgrenzen seit 1.1.2008</span></b></font></b></font></h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Wesentlicher Inhalt des Arbeitszeitpaketes 2007, das am 1.1.2008 in
Kraft getreten ist, sind zusätzliche Möglichkeiten, um Arbeitsspitzen
mit erlaubter Überstundenarbeit von Mitarbeitern abzudecken.<br><br></font><h2><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau">Grundregel</span></font></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>In höchstens 24 Wochen des Kalenderjahres können Überstunden bis zu
einer Wochenarbeitszeit von 60 Stunden zugelassen werden, wenn bestimmte
inhaltliche sowie formale Voraussetzungen gegeben sind. Die
Tagesarbeitszeit darf dabei zwölf Stunden nicht überschreiten.</font></font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br></font></font></p><h2><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau">Inhaltliche Voraussetzungen</span></font></font></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Die Ausdehnung der Wochenarbeitszeit durch Überstunden auf bis zu 60
Stunden ist nur bei einem vorübergehend auftretenden besonderen
Arbeitsbedarf zur Verhinderung eines unverhältnismäßigen
wirtschaftlichen Nachteils zulässig.<br>
</font></font></font></p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf">
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Im Streitfall mit dem Arbeitsinspektorat ist seitens des
Arbeitgebers neben dem erwarteten gravierenden wirtschaftlichen Nachteil
vor allem nachzuweisen, dass der besondere Arbeitsbedarf nur
vorübergehend und nicht dauerhaft gegeben war.</font></font></p>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></font></td>
</tr>
</tbody>
</table><br><h2><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau">Formale Voraussetzungen in Betrieben mit Betriebsrat</span></font></font></font></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Ist im Betrieb ein Betriebsrat gewählt, ist die Ausdehnung der
Wochenarbeitszeit durch Überstunden auf 60 Stunden nur zulässig, wenn
darüber eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen worden ist.</font></font></font></font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Die Betriebsvereinbarung ist den zuständigen kollektivvertragsfähigen Körperschaften</font></font></font></font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>der Arbeitgeber (= im Regelfall dem zuständigen Fachverband der WKO),</li><li>der Arbeitnehmer (= der Fachgewerkschaft) sowie</li><li>dem zuständigen Arbeitsinspektorat <br></li></font></font></font></font></ul>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">zu übermitteln.</font></font></font></font></p><h2><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau">Formale Voraussetzungen in Betrieben ohne Betriebrat</span></font></font></font></font></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Ist im Betrieb kein Betriebsrat gewählt, ist die Ausdehnung der
Wochenarbeitszeit durch Überstunden auf 60 Stunden nur zulässig, wenn</font></font></font></font></font></p>
<ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>diese Überstunden im Einzelfall schriftlich vereinbart wurden und</li><li>die arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit dieser zusätzlichen
Überstunden für die betreffenden Tätigkeiten durch einen
Arbeitsmediziner festgestellt wurde. <br>
</li></font></font></font></font></font></ul>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf">
<p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b></p>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Die schriftliche Vereinbarung über die Zulässigkeit muss
im Einzelfall erfolgen. Eine generelle und allgemeine Vereinbarung, die
für solche Fälle bereits zu Beginn des Dienstverhältnisses abgeschlossen
wurde, ist nicht ausreichend.</font></font></p>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></font></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Auf Verlangen der Mehrheit der betroffenen Arbeitnehmer ist ein
weiterer, einvernehmlich bestellter Arbeitsmediziner zu befassen. Dieses
Verlangen ist binnen fünf Arbeitstagen ab Mitteilung des Ergebnisses
der vom Arbeitgeber veranlassten Prüfung zu stellen.<br>
</font></font></font></font></font></font></p>
<table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf">
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Die arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit der Überstundenleistung ist nur gegeben, wenn beide Arbeitsmediziner dies bestätigen.</font></font></p>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font></font></td>
</tr>
</tbody>
</table><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau"><br>Ausnahme</span></font></font></font></font></font></font></b>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Wurde die Arbeitszeit in acht auf einander folgenden Wochen wegen
eines vorübergehend aufgetretenen besonderen Arbeitsbedarfes bis zu
einem Höchstausmaß von 60 Stunden verlängert, sind in den beiden
folgenden Wochen solche Überstunden unzulässig.</font></font></font></font></font></font></font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><br>
Tipp!</b></font></font></font></font></font></font></font></p>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">In diesen beiden Wochen sind aber Überstunden bis zu einem
Höchstausmaß der wöchentlichen Arbeitszeit (Normalarbeitszeit und
Überstunden) von 50 Stunden zulässig.</font></font></font></font></font></font></font></font></p><h2><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau">Benachteiligungsverbot</span></font></font></font></font></font></font></font></font></b></h2>
<p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Lehnen Arbeitnehmer in Betrieben, in denen kein Betriebsrat gewählt
ist, Überstunden bis zu einer Wochenarbeitszeit von 60 Stunden ab,
dürfen sie weder beim Entgelt, den Aufstiegsmöglichkeiten noch bei
Versetzungen benachteiligt werden.</font></font></font></font></font></font></font></font></font></p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br><br></font></font></font></font></font></font></font></font></font><h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><span class="Schrift5blau">Erhöhter Arbeitsbedarf </span></b></font></h2><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Bei Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfs kann die Arbeitszeit</font></p><ul><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">um die Dauer von fünf Überstunden in der einzelnen Woche und darüber hinaus</font></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">um höchstens 60 Überstunden innerhalb eines Kalenderjahres <br></font></li></ul><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">verlängert werden. <br></font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Wöchentlich sind nicht mehr als zehn Überstunden zulässig. Die Tagesarbeitszeit darf zehn Stunden nicht übersteigen. <br><br></font></p><p style="background-color: rgb(204, 204, 204);"></p><table style="width: 100%; height: 130px;" border="1" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"> </font><p><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Beispiel:</font></b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br></font><font style="font-size: 11pt;" size="2">Normalarbeitszeit: Montag bis Freitag 8 Stunden täglich <br>Überstunden: Montag bis Freitag 1 Überstunde täglich <br>Für die Dauer von insgesamt 12 Wochen ist Montag bis Freitag je eine weitere Überstunde zulässig. </font></p></td>
</tr>
</tbody>
</table><font style="font-size: 11pt;" size="2"></font><p></p><p></p><table style="width: 100%; height: 78px;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#dfdfdf"><b><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vorsicht!</font></b>
<font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Der Kollektivvertrag kann in verschiedenen Branchen zusätzliche Überstunden zulassen. Davon haben z.B. die Kollektivverträge im Hotel- und Gastgewerbe oder im Verkehr Gebrauch gemacht. </font></td></tr></tbody><br></table><br><br><h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><span class="Schrift5blau"><b>Vor- und Abschlussarbeiten</b></span></font></h2><table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"></table><table width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Für die Vornahme von Vor- und Abschlussarbeiten kann die Arbeitszeit um eine halbe Stunde, höchstens bis zu zehn Stunden täglich, ausgedehnt werden. <br></font></font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Vor- und Abschlussarbeiten sind Arbeiten<br></font></font></p><ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">zur Reinigung und Instandhaltung, soweit sich diese Arbeiten während des regelmäßigen Betriebes nicht ohne Unterbrechung oder erhebliche Störung ausführen lassen,</font></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">von denen die Wiederaufnahme oder Aufrechterhaltung des vollen Betriebes arbeitstechnisch abhängt,</font></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">zur abschließenden Kundenbedienung einschließlich der damit zusammenhängenden notwendigen Aufräumungsarbeiten. <br><br></font></li></font></ul></table><h2><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><span class="Schrift5blau">Überschreiten der 10-Stunden–Grenze </span></b><br></font></font></h2><p><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><br>Die Arbeitszeit darf in den oben angeführten Fällen der Vor- und Abschlussarbeiten über zehn Stunden täglich verlängert werden, wenn <br></font></font></p><ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">eine Vertretung des Arbeitnehmers durch andere Arbeitnehmer nicht möglich ist und</font></li><li><font style="font-size: 11pt;" size="2">dem Arbeitgeber die Heranziehung betriebsfremder Personen nicht zugemutet werden kann.</font></li></font></ul><br><h2><font><font><b><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><b><span class="Schrift5blau">Dürfen Lehrlinge Überstunden machen?<br></span></b></font></font></b></font></font></h2><br><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Grundsätzlich dürfen Lehrlinge vor Vollendung des 18. Lebensjahres nicht zu Überstunden herangezogen werden. Eine Ausnahme stellen so genannte Vor- und Abschlussarbeiten dar.<br>
<br>
Werden Jugendliche zu solchen Vor- und Abschlussarbeiten herangezogen, so ist die auf diese Arbeiten entfallende Zeit grundsätzlich durch frühere Beendigung bzw. späteren Beginn der eigentlichen Betriebsarbeit entsprechend auszugleichen. Der Ausgleich ist tunlichst in der gleichen, spätestens jedoch in der folgenden Kalenderwoche durchzuführen. Die tägliche Arbeitszeit darf dabei neun Stunden nicht überschreiten. <br></font></p><p><font style="font-size: 11pt;" size="2">Jugendliche über 16 Jahre dürfen zu „Überstunden“ in den folgenden Fällen herangezogen werden:</font></p><ul><font style="font-size: 11pt;" size="2"><li>Reinigung und Instandhaltung, wenn sich diese Arbeiten nicht ohne Störung des Betriebes durchführen lassen</li><li>Arbeiten, von denen die Wiederaufnahme oder Aufrechterhaltung des Betriebes abhängt</li><li>Abschließende Kundenbedienung und damit zusammenhängende Aufräumungsarbeiten.</li></font></ul><font style="font-size: 11pt;" size="2">Die Arbeitszeit kann in diesen Fällen um eine halbe Stunde pro Tag ausgedehnt werden. Die tägliche Arbeitszeit darf aber keinesfalls mehr als 9,5 Stunden betragen. In einer Woche dürfen diese Mehrarbeitsleistungen drei Stunden nicht überschreiten. Überstunden sind mit einem 50%igen Zuschlag auf den Normallohn (Lehrlingsentschädigung) zu bezahlen, sofern der jeweilige Kollektivvertrag nicht eine andere
Regelung vorsieht (z.B. im Handel).<br><br><b>Achtung:</b> Lehrlinge, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, dürfen Überstunden machen. Allerdings ist für die Berechnung des Grundlohnes und des Überstundenzuschlages der niedrigste im Betrieb vereinbarte Facharbeiterlohn bzw. das niedrigste Angestelltengehalt heranzuziehen.<br><br>Mehr zum Thema [Lehrlinge]<br><br></font><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="2">Quelle:
<a style="color: rgb(0, 0, 0);" href="http://www.wko.at/" target="_blank" rel="nofollow">www.wko.at</a></font></font><font style="font-size: 11pt;" size="2"><a href="../../wiki/Startseite"><br></a></font><div align="center"><hr size="2" width="100%"><font style="font-size: 11pt;" size="2"><a href="../../wiki/Startseite">>>>zurück zur caseWiki Startseite<<<</a></font><br></div><font style="font-size: 11pt;" size="2"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><font style="font-size: 11pt;" size="4"><br></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font></font><a style="color: rgb(0, 0, 0);" href="http://www.wko.at/" target="_blank" rel="nofollow"><br></a>